Vitaminbombe Kresse

Die Kresse ist so gesund und wird gern unterschätzt. Sie dient nicht nur als Würzkraut oder schöne Deko auf unserem Essen, bereits unsere Vorfahren wussten sie als Heilkraut anzuwenden und obendrein beinhaltet sie mehr Vitamin C als Orangen!

Ich persönlich liebe die Gartenkresse, nicht nur weil sie gesund und lecker, sondern auch noch so super anspruchslos ist. Kein Kraut kann man mit so wenig Aufwand und zu allen Jahreszeiten selbst ziehen. Es wird kein Garten benötigt, Kinder haben ihren Spaß daran und auch die ungeduldigsten Hobbygärtner unter uns können ihre ersten Erfolge bereits nach wenigen Tagen auf der Fensterbank begutachten. Unverkennbar in ihrer Optik, mit den eiförmigen und würzig schmeckenden Blättern, erreicht das einjährige Kraut in freier Wildbahn sogar Höhen von bis zu einem halben Meter.

Zu unterscheiden ist sie von der Echten Brunnenkresse, eine mehrjährige Staude, die eine Spur herber schmeckt, auch größere, rundlichere Blätter besitzt und eher an Blattgemüse erinnert. Man sollte ja nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, da aber beide der gleichen Familie angehören, verfügen sie entsprechend auch über ähnliche Inhaltsstoffe. Wobei die Echte Brunnenkresse natürlich hervorzuheben ist, da die enthaltenen Wirkstoffe doch deutlich erhöht sind, bringt sie den Nachteil, dass sie langsam wächst und für den kulinarischen Zweck vorwiegend im Frühjahr geerntet wird.

Man kennt auch noch die schönen, meist orangefarben blühenden Kapuzinerkressen, die lasse ich aber bewusst außen vor, da sie botanisch nicht verwandt sind und unter einer eigenen Familie geführt werden. Zur Arzneipflanze 2013 gekürt, sind sie zudem einen eigenen Beitrag wert.

Aber schauen wir uns die Inhaltsstoffe der Pflanze doch mal näher an

Neben dem hohen Vitamin Gehalt, vorwiegend A+B und ganz viel C, der ja bekanntlich vor Erkältungen schützt und das Immunsystem stärkt, kann sie aufgrund der enthaltenen Senfölglykoside, auch Glucosinolate genannt, die beim Kauen in entzündungshemmende, keimabtötende, antibakteriell und antiviral wirkende Senföle umgewandelt werden (ein pflanzliches Antibiotika zuzusagen smiley), selbst dann unterstützend zum Einsatz kommen, wenn uns der gemeine Grippaler Infekt mit Atemwegsbeschwerden, Fieber, Husten und Halsschmerzen schon erwischt hat.

Durch die desinfizierende und entgiftende Wirkung, wird sie in der Naturheilkunde übrigens auch bei allerlei Nieren- und Blasenproblemen empfohlen, die Tätigkeit der beiden Organe wird angeregt und führt zu häufigerem Wasserlassen, was die Giftstoffe und Schlacken aus dem Körper schwemmt.

Da die Kresse auch gut mit Eisen, Jod und Calcium ausgestattet ist, kann sie üppig verzehrt zur Deckung des Eisenbedarfs beitragen und gibt uns den natürlichen Frischekick bei der typischen Frühjahrsmüdigkeit. Jod und Calcium wiederum sind unverzichtbare Spurenelemente für den menschlichen Organismus, wichtig für den Knochenaufbau, Wachstumsprozesse, gesunde Augen, für unser Nervensystem und Gehirn, ein Bestandteil der Schilddrüsenhormone und zu deren Bildung notwendig. Wissenswert bei vorhandener Schilddrüsenerkrankung sind die bereits erwähnten Glucosinolate, genauer genommen die enthaltenen Goitrogene (die zur Stoffklasse der Isothiocyanate zählen, die wiederum in ihrem natürlichen Vorkommen auch Senfölglykoside genannt werden - so schließt sich der Kreis) diese verhindern nämlich nicht die notwendige Magen und Darm betreffende Aufnahme von Jod, aber sie hemmen die Aufnahme von Jod in der Schilddrüse und damit die Bildung und Ausschüttung der Schilddrüsenhormone - fast schon wissenschaftlich ich weiß, aber so interessant was die Pflanzenwelt alles schafft!

Zum Schluss stellt sich noch die Frage, was machen wir damit

Als Gewürzkraut am leckeren Butterbrot oder zum Aufpeppen von Aufstrichen und Salat kennen sie viele, auch als Vitamin Booster zwischendurch gezupft und verspeist schmeckt sie. Die fleischigeren Blätter der Brunnenkresse eigenen sich zudem hervorragend als Basis für Suppen, Pesto, Salat oder grüne Smoothies. Auch als Haarwässerchen angesetzt kann sie bei Haarausfall helfen und zur natürlichen Haarpflege eingesetzt werden. Und selbst die Blüten sind essbar und dienen nicht nur als hübsche Deko, benötigt man diese nicht und lässt sie stehen bilden sich Samen, die wiederum bei der nächsten Aussaat verwendet werden können, so einfach und praktisch wink

Für Anregungen kannst du bald in meinen Rezepten stöbern, bleib dran und schau bald wieder vorbei.

Alles Liebe und ein schönes Osterwochenende heart
Sabrina

 

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