Projekt Heilkräutergarten - Part I

Heilkräutergarten Location

Es ist Gartenzeit, wir spüren die Wärme, es treibt uns nach draußen, wir graben um, pflanzen an und genießen die Sonne. Schon einmal daran gedacht, neben leckerem Gemüse und Küchenkräutern, sich eine eigene kleine Hausapotheke im Garten anzulegen?

Bei mir startet ab sofort das Projekt Heilkräutergarten, die Location ist gewählt und am Foto zu sehen. Ich lebe auf einem ehemaligen Gutshof und direkt vor meiner Haustüre befinden sich diese alten Silos mit den tollen Steintrögen davor und Pflanzmöglichkeiten linksseitig, rechts davon ist ein Bauerngarten und im Hintergrund die Weide der Pferde. Die sonnige Lage ist perfekt um mein Vorhaben umzusetzen. Die Tröge habe ich zum Teil schon im letzten Jahr bepflanzt, die Ringelblume wächst schon, wie auch der Mangold und ein paar Küchenkräuter und ich werde nun umplanen wie auch umsetzen. Ein paar Heilpflanzen habe ich schon auf der Fensterbank gezogen und finden in kürze ihren neuen Platz oder werden direkt ausgesät.

Für die Gestaltung kann man sich die Klostergärten als Anregung nehmen, diese hegen und pflegen neben Gemüse, Kräutern und Blumen auch Heilpflanzenbeete. Klostergärten haben eine lange Tradition, wurden bereits im Mittelalter als Nutzgarten angelegt und dienten hauptsächlich der Selbstversorgung, auch in medizinischer Hinsicht. Den Klöstern haben wir viel altes Wissen über Heilmethoden und Rezepte zu verdanken, gesammelt über Jahrhunderte und bis heute präsent. Die Gärten sind gut durchdacht angelegt, in Parallelreihen oder Schachbrettmustern, es wird geachtet auf die Bedürfnisse und Verträglichkeit der Pflanzen und auch die Optik darf nicht zu kurz kommen, blüht das eine Kraut ab, erstrahlt auch schon die nächste Pracht, ein wunderbares Farbenspiel.

Um die Gesundheit zu erhalten und bei Krankheit zu unterstützen, benötigt man jedoch keinen großen Garten. Viele der Pflanzen lassen sich in Kübeln oder Töpfen ziehen und auch urban kann natürlich gelebt werden, zudem reichen kleine Mengen für den üblichen Hausgebrauch aus.

Hier stelle ich euch nun die ersten fünf Heilpflanzen vor, die ich in meinem Garten kultivieren werde und gewähre auch die ersten Einblicke zur weiteren Verarbeitung:

*** Ringelblume ***

Eine wunderbare Heilpflanze, erfreut mich schon das zweite Jahr und blüht den ganzen Sommer über mit ihren orange-roten Blüten. Sie leistet Erste-Hilfe bei Wunden und trockener Haut, hierfür einfach bei Mittagssonne die Blüten sammeln, trocknen lassen und zu Ringelblumensalbe verarbeiten. Die essbaren Blüten sind auch kulinarisch schmackhaft und ein Hingucker als Deko auf unseren Speisen.

enlightened  schnelle Ringelblumensalbe:

150ml hochwertiges Öl in einem Topf erhitzen und eine Handvoll Ringelblumenblüten dazugeben. Herd ausschalten und rühren bis die Masse ausgekühlt ist. Über Nacht ziehen lassen, am nächsten Tag abseihen, mit 15g Bienenwachs kurz erwärmen und in ein sauberes Schraubglas abfüllen.

*** Lavendel ***

Wird heuer zum ersten Mal gepflanzt und ich bin gespannt, wie der feine Duft meinen Garten erfreuen wird. Die Heilpflanze hilft bei Stress, Nervosität, Einschlafproblemen und kann auch als Öl verarbeitet zur Wundheilung bei Sonnenbrand beitragen. Mein Nachtkästchen schmückt schon ein getrocknetes Sträuschen und mit der heurigen Ernte werde ich ein Lavendelmarzerat ansetzen, auch Duftsächcken sind eine hübsche Möglichkeit.

*** Salbei ***

Ein wunderbares Küchenkraut mit Heilwirkung und wirkt wahre Wunder bei Halsschmerzen, Magen- & Darmbeschwerden, bei Rachenraum- oder Zahnfleischentzündungen. Die Blätter können laufend geerntet werden verfeinern Pasta sowie Fleischgerichte und getrocknet, gut verschlossen gelagert, kommem die Blätter dann zur Erkältungszeit als Tee zum Einsatz.

enlightened  Gurgellösung bei Entzündungen:
zwei Teelöffel zerkleinerte Salbeiblätter und Thymiankraut mit 250ml kochendem Wasser übergießen, abkühlen lassen und anschließend ausgiebig damit gurgeln. Die enthaltenen ätherischen Öle und Flavanoide bekämpfen Bakterien und Viren, hemmen zudem Entzündungen im Mund- und Rachenraum.

 *** Thymian ***

Ein mediterannes Küchengewürz, welches nicht nur unseren Speiseplan verfeinert, er macht sich auch hervorragend in der Kräuterbutter und wirkt äußerst heilkräftig bei Husten. Bereits beim ersten Kratzen im Hals kommt er zur Anwendung und entfaltet seine antivirale, entkrampfende, entzündungeshemmende und schmerzstillende Wirkung. Eingenommen wird der Thymian als Tee oder man verarbeitet ihn zu Sirup (wie auch den bekannteren Spitzwegerichhustensirup). Die Triebe werden laufend geerntet und alles was nicht für die Küche benötigt wird, lasse ich trocknen und kommt als Tee zur Anwendung.

*** Kamille ***

Die Heilfähigkeiten der Kamille sind äußerst vielseitig und unsere Großmütter hatten schon Recht, für jede Art von Beschwerde die Kamille zu reichen, auch ich bin geneigt dazu und habe die Pflanze in getrockneter Form reichlich daheim vorrätig. Sie wirkt bei Erkältungen, allerlei Entzündungen im Nasen, Mund, Hals und Rachenraum, kommt zum Einsatz bei Bauchschmerzen und Verdauungsproblemen, bei Asthma und Frauenleiden. Auch bei Hautproblemen mit Ausschlag oder trockener Haut nutzt die Naturkosmetik ihre Kräfte und selbst unseren Hund lasse ich damit inhalieren bei Schnupfen. Die Liste könnte noch endlos weitergeführt werden. Die gängigste Anwendung sind die Tinktur und der Tee, die Blüten werden bei Sonne geerntet, getrocknet und gut verschlossen aufbewahrt.

Wer mich das ganze Kräuterjahr über begleitet, wird natürlich noch mehr erfahren. Neben den weiteren Kräutern die ich pflanze, möchte ich auch Zwischenupdates liefern und im Herbst gemeinsam mit euch die Kräuter zu gesunden Arzneien verarbeiten. 

Alles Liebe heart
Sabrina

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