Nur hübsche Pusteblume?

Löwenzahn Porträt

Wir kennen ihn alle, der Löwenzahn, ist er ja auch eine der einprägsamsten Pflanzen von Kindesbeinen an. Er stammt aus der Pflanzenfamilie der Korbblütler, ist ein mehrjähriges Kraut und wird bis zu 40cm hoch. Am markantesten sind wohl seine grobgesägten Blätter und sein hohler blattloser Stängel der weißen Milchsaft enthält. Der Löwenzahn ist äußerst ausdauernd, genügsam, unverwüstlich, wächst nahezu überall und nutzt selbst die kleinste Ritze um in voller Pracht zu erblühen. Wusstest du, dass sein Körbchen aus bis zu 200 einzelnen leuchtend gelben Zungenblüten besteht? Kinder schätzen ihn als Bastelblume und bereits im Mittelalter wurden ihm erstaunliche heilsame Kräfte nachgesagt. In der Pflanzenheilkunde zählt der Löwenzahn zu den Bitterkräutern, die Körpermitte (Magen, Darm, Galle, Niere) ist ihm zugeordnet und von der Wurzel bis zur Blüte sind alle Teile verwertbar.

Die Pflanze als Ganzes ist reich an Vitaminen A, B, C und E und den Mineralstoffen Kalium, Magnesium und Kalzium. Die Blätter enthalten zudem reichlich Bitterstoffe und Carotinoide, die Wurzeln heilendes Inulin.

Löwenzahn - Busteblume

 

Bitter tut dem Körper gut

Die wohl bekannteste Anwendung in der Naturheilkunde ist der Löwenzahntee. Bereits im März kann mit der Ernte begonnen werden und die frischen Blätter eignen sich hervorragend für eine Frühjahrsentgiftungskur. Sie wirken stoffwechselfördernd, entgiftend und harntreibend, steigern unsere Vitalität und Energie. Die enthaltenen Bitterstoffe fördern zudem den Gallenfluss, die Fettverdauung und Darmtätigkeit, zeigen sanfte Wirkung bei Blähungen und Völlegefühl nach schwerem Essen. In größeren Mengen findet der Tee auch Anwendung zur Blutreinigung, bei Gicht und Rheuma und als Durchspülungstherapie bei allerlei Blasen und Nierenproblemen. Die Löwenzahnwurzel mit dem Inhaltsstoff Inulin, welche im Herbst die höchste Konzentration beinhaltet und daher auch zu dieser Jahreszeit bevorzugt gesammelt wird, kann helfen den Blutzuckerspiegel auszugleichen, entgiftet die Leber und hilft die allgemeine Leberfunktion zu verbessern.

Facettenreich für Wildkräuterliebhaber

Auch in der Küche ist der Löwenzahn eine wahre Bereicherung für unseren Speiseplan. Das Wildkraut hat einen köstlich bitteren Geschmack und eignet sich als Zutat in Salaten, Smoothies, Pesto oder Gemüsesuppen. Die Wurzeln werden gedünstet oder gebraten als Gemüse gereicht und die noch jungen geschlossenen Blütenköpfe schmecken in Essig eingelegt als Kapernersatz zur Sommerjause. Die Löwenzahnblüten haben einen leicht süßlichen Geschmack und werden gern zu Löwenzahnhonig, Gelee, Marmelade, Sirup oder Wein verarbeitet.

Löwenzahn als Schönheitskur

Und selbst vor der Naturkosmetik macht er nicht halt. Dort findet er seine Anwendung als Basis für Salben, Cremen, Lippenpflegestifte oder Massageöl. Der Blütentee wirkt wie ein klärendes Gesichtswasser, die leicht ausgedrückten Blüten machen trockene Haut weich und geschmeidig und finden ihre Verwendung als Gesichtspackung wieder. Der Teeaufguss hilft als Haarwasser gegen Schuppen und stärkt die Kopfhaut, kann das Haar minimal aufhellen und verleiht einen schönen Glanz.

Nur hübsche Pusteblume? Von wegen!  

Einfach herrlich! Viel Freude bei den frühlingshaften Naturerkundungen.

Alles Liebe 
Sabrina

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