Mangold *mit Rezept*

Mangold

Ich bin stolze Besitzerin eines kleinen Gemüsegartens, von Selbstversorgung bin ich weit entfernt, aber es macht mir Spaß und ich habe große Freude daran, meinem Gemüse beim Wachsen zuzusehen und es dann, wenn es zeitig ist, auch zu ernten und zu verkochen. Inzwischen wuchert der Mangold schon bei mir im Garten. Gesetzt habe ich die zweijährige Gemüsepflanze im letzten Jahr, darum kann ich auch schon ernten, die Hauptsaison für Mangold kommt erst von Juni bis August. 

Wissenswertes zum Mangold

Man unterscheidet zwei Sorten, den Schnitt- bzw. Blattmangold, mit seinen schmalen Stielen und großen Blättern und der Stiel- bzw. Rippenmangold, mit seinen eher schmalen Blättern und dafür fleischigen Stielen. Bei beiden Sorten isst man die knackigen Stiele wie auch das Blatt und auch beide gehören zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Verwandt ist er übrigens mit der Zuckerrübe, finde ich auch ganz interessant, nur ernten wir hier eben die Blätter und nicht die Wurzeln. Optisch, in der Anwendung und auch geschmacklich ist der Mangold am ehesten mit Spinat zu vergleichen, er ist jedoch weitaus aromatischer und eine Spur herber, machmal auch nussig oder erdig. Feucht eingeschlagen hält er 2-3 Tage im Kühlschrank und er eignet sich auch prima zum Einfrieren. Unsere Omi's kennen ihn sowieso, in Italien und Frankreich ist er auch heute noch äußerst begehrt, dort befindet sich übrigens auch sein Hauptanbaugebiet und auch hierzulande setzt er sich wieder mehr und mehr durch.

Das gesunde Blattgemüse

Das knackige Blattgemüse schmeckt nicht nur lecker, es ist auch noch gesund. Mangold liefert die Mineralstoffe Kalzium, Magnesium, Eisen und ist reich an Vitaminen, vorwiegend sind das A, C, E und K. Vitamin C unterstützt bekanntlich unser Immunsystem. Unseren Vitamin K-Bedarf decken wir vorwiegend mit Blatt- und Kohlgemüse, ist wichtig für die Blutgerinnung und gesunde Knochen und der Mangold ist im Blattgemüse-Vergleich der absolute Spitzenreiter, bereits 2-3 Blätter decken unseren Tagesbedarf. Einzig wer Probleme mit seinen Nieren hat, sollte beim Genuss von Mangold vorsichtig sein. Grund dafür ist ein recht hoher Gehalt an Nitrat und Oxalsäure, vor allem in seiner rohen Form. In der Plfanzenheilkunde wird der Mangold innerlich und außerlich angewendet. Er wurde bereits in der Antike für seine heilenden Eigenschaften gelobt, Hippokrates nutzte die großen Blätter zum Wunden verbinden und die Römer kochten abführende Suppen damit. In der Volksheilkunde wird er auch bei Magenentzündungen, träger Verdauung und gegen Blutarmut eingesetzt.

Verwendung in der Küche

Mangold kann roh oder gegart verwendet werden, wobei die rohe Variante eher selten auf den Tisch kommt. Die Blätter schmecken gedünstet oder blanchiert als Gemüsebeilage, verarbeitet zu Cremesuppe, in Aufläufen und Eintöpfen, als Füllung von Strudel und Palatschinken oder eben zu Pastagerichten, wie mein Rezeptvorschlag unten. Die älteren und großen, leicht bitteren Blätter eignen wunderbar zum Wickeln, durch gutes Waschen und Blanchieren kann die bittere Geschmacksnote zum Teil neutralisiert werden.

Als ich heute überlegte, was wir leckeres Essen könnten, bin ich in den Garten gegangen und habe mich inspirieren lassen. Wie gesagt, der Mangold war erntereif, daher habe ich dann auch nicht lange gezögert. In der Isolation habe ich zudem festgestellt, dass Feta wirklich lange haltbar ist und seitdem gehört der Käse zu meinen Lebensmitteln, die ich immer vorrätig habe. Lange Rede, kurzer Sinn, hier nun meine Eigenkreation.

Spaghetti mit Mangold

Zutaten für 2 Portionen

  • 400 g Spaghetti
  • 2 Hände fein geschnittener Mangold
  • 100 g Speckwürfel
  • 100 g Feta
  • 2-3 Jungzwiebel
  • 20 g Pinienkerne
  • Öl zum Anbraten
  • ca. 20 ml Schlagobers
  • Kräuter aus dem Garten nach Wunsch

Zubereitung

Spaghetti in Salzwasser bissfest kochen. In der Zwischenzeit Mangold waschen und fein schneiden, den Speck und Feta würfeln, die Jungzwiebel in Ringe schneiden und die Gartenkräuter fein hacken. Im Öl den Speck, die Jungzwiebel und den Mangold anbraten, zum Schluss die Pinienkerne untermischen, die werden relativ rasch braun. Nudeln abseihen und zurück in den Topf geben, Schlagobers dazugeben und die Pfannenmischung und den Feta untermischen, zum Schluss noch mit den Gartenkräutern, ev. Salz und Pfeffer abschmecken.

Et voilà! Und Mahlzeit smiley

Gutes Gelinden beim Nachkochen und Alles Liebe heart
Sabrina

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