Heilpflanze Schöllkraut

Schöllkraut Porträt

Ein Kraut, viele Namen. Augenkraut, Blutkraut, Geschwulstkraut, Schwalbenkraut, Goldwurz und Warzenkraut, um die bekanntesten aufzuzählen. Das mehrjährige Mohngewächs ist mit dem Schlafmohn verwandt und in ganz Europa zu finden. Auffallend oft gedeiht die Heilpflanze an Mauern alter Behausungen und Laubwäldern. Die Wuchshöhe erreicht bis 70 cm und ihre Blütezeit reicht von Mai bis Oktober. Am einfachsten bestimmt man das Schöllkraut an den vier gelben Kronblättern mit den zahlreichen Staubblättern, den etwa 4 cm langen Kapselfrüchten, die mit Samen befüllt sind und natürlich an dem gelben Milchsaft, der bei Verletzung des behaarten Stängels auftritt. Die nierenförmigen Blätter sind grünlichgrau und wechselständig angeordnet, die Blattunterseite ist etwas heller und leicht behaart.

Das Warzenkraut und ihre Heilkräfte

Das Schöllkraut enthält in den oberirdischen Teilen wie auch der Wurzel über 20 verschiedene Alkaloide und gilt deswegen als giftig. Wie Paracelsus schon sagte, die Dosis macht das Gift, gehört sie trotz dessen zu den Klassikern der Heilpflanzen und fand bereits in der Antike ihre Anwendung. Ärzte der damaligen Zeit setzten Schöllkraut zur Behandlung bei Hautausschlägen, Geschwüren, Koliken und Gelbsucht ein. Die Pflanzenheilkunde nutzt die krampflösende, schmerzlindernde Wirkung der Alkaloide und die enthaltenen Bitterstoffe als Tee, Tinktur oder Pflanzensaft und kommt zur Anwendung bei Magen, Darm, Leber und Nierenproblemen. Da neuesten Studien zufolge die innerliche Anwendung zu Folgeschäden führen kann und ich daher auch von Selbstversuchen abrate, kann sie äußerlich jedoch in der Regel bedenkenlos angewendet werden. In der Volksmedizin wird Schöllkraut traditionell gegen Warzen und Hühneraugen verwendet. Der Milchsaft des Stängels hat antivirale Wirkung, wirkt jedoch auch leicht hautreizend und kann bei empfindlicher Haut zu Ausschlägen führen. Für die Behandlung tupft man den Saft des Stängels mehrmals am Tag verteilt auf die betroffene Stelle. Die komfortablere Variante ist natürlich, sich eine Tinktur anzusetzen oder eine Salbe zu rühren. Durch diese Form und die deutlich verdünnte Konzentration, sollten auch Hautreizungen vermieden werden. Verwendet werden die Stängel, Blätter und Blüten, geerntet wird zur Blütezeit.

Schöllkraut

Rezepte zur äußerlichen Anwendung

Schöllkrautsalbe Schöllkrauttinktur
hilft bei Hautausschlägen, Warzen und Hühneraugen hilft bei Warzen und Hühneraugen
ZUTATEN:
etwa eine Hand voll blühendes Kraut
ca. 250 ml hochwertiges Öl
ca. 25 g Bienenwachs
ZUTATEN:
etwa eine Hand voll blühendes Kraut
hochprozentiger Alkohol
ZUBEREITUNG:
Das Kraut leicht anmörsern, in ein Schraubglas geben und vollständig mit dem Öl übergießen. Immer wieder mal schwenken und nach einer Woche abseihen. Gemeinsam mit dem Bienenwachs langsam erwärmen bis es zergeht und anschließend in Salbentiegel abfüllen. Auf die betroffene Hautstelle dünn auftragen.
ZUBEREITUNG:
Das Kraut leicht anmörsern, in ein Schraubglas geben und vollständig mit hochprozentigem Alkohol übergießen. Dunkel gelagert für 2-5 Wochen stehen lassen. Danach abseihen, in kleine Flaschen abfüllen und die betroffenen Stellen damit beträufeln. 

Alles Liebe heart
Sabrina 

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